GESCHÄFTSORDNUNG FÜR DEN ÖKUMENISCHEN JUGENDRAT

revidierte Fassung 1960 (nicht mehr gültig!)

  1. Der Ökumenische Jugendrat in Österreich ist eine Arbeitsgemeinschaft, in welcher die Jugend solcher Kirchen, Glaubensgemeinschaften und christlichen Jugendorganisationen zusammenarbeitet, die auf Grund ihrer Ökumenischen Gesinnung zu gemeinsamer Arbeit bereit sind. Die Konstituierung dieses Jugendrates entspringt dem Wunsch, das Gemeinsame junger Christen zu betonen und das Unterschiedliche kennen- und verstehen zu lernen.
    1. Am Tag der Konstituierung des Ökumenischen Jugendrates in Österreich erklären sich die Jugendvertreter folgender Kirchen zur Zusammenarbeit bereit: Alt-kath. Kirche, Evangelische Kirche A.B., Evangelische Kirche H.B. und Methodistenkirche.
    2. Kirchen, Glaubensgemeinschaften und christliche Jugendorganisationen, die nicht zum Ökumenischen Jugendrat gehören, jedoch auch mitarbeiten wollen, können bei diesem um Aufnahme ansuchen.
    3. Der Ökumenische Jugendrat wird von je zwei Vertretern der Mitgliedsorganisationen gebildet.
  2. Der Ökumenische Jugendrat kann zu seinen Sitzungen Beobachter einladen.
    1. Der Ökumenische Jugendrat wählt aus seiner Mitte einen 1. und 2. Vorsitzenden, einen Schriftführer, einen Schatzmeister und Referenten für besondere Aufgaben.
    2. Jede der genannten Funktionen soll zwei Jahre hindurch ausgeübt werden. Nach zwei Jahren tritt der 2. Vorsitzende an die Stelle des 1. Vorsitzenden. Dieser kann mit einer anderen Funktion betraut werden. Ein 2. Vorsitzender wird neu gewählt. Falls eines der mit einer Funktion betrauten Mitglieder des Ökumenischen Jugendrates vor Ablauf seines Amtstermines ausscheidet, soll der Ökumenische Jugendrat einen Ersatzmann wählen, welcher nach Möglichkeit derselben Mitgliedsorganisation wie der Ausgeschiedene angehören soll. Schriftführer, Schatzmeister und Referenten können wiedergewählt werden.
    1. Der 1. Vorsitzende lädt zu den Sitzungen ein, besucht die Jugendgruppen und vermittelt Begegnungen zwischen jungen Gemeindegliedern der verschiedenen Mitorganisationen. Er repräsentiert den Ökumenischen Jugendrat nach außen.
    2. Der 2. Vorsitzende arbeitet als Nationalkorrespondenten und steht in engem, Kontakt mit den 1. Vorsitzenden.
    3. Der Schriftführer ist Protokollführer in den Sitzungen.
    4. Der Schatzmeister verwaltet Beiträge der einzelnen Mitgliedsorganisationen. Er ist um die Aufbringung von Geldmittel aus Spenden oder aus für Jugendarbeit bestehenden Fonds bemüht.
  3. Der jeweilige Sitz des Ökumenischen Jugendrates ist am Wohnsitz des 2. Vorsitzenden.
  4. Sitzungen des Ökumenischen Jugendrates sollen in der Regel alle 2 Monate stattfinden.
  5. Bei ordnungsgemäßer Einladung ist der Ökumenische Jugendrat beschlußfähig, wenn die Hälfte der Mitglieder anwesend ist. Abstimmungsberechtigt sind die jeweils zwei für den Jugendrat nominierten Vertreter der einzelnen Mitgliedsorganisationen. Bei Beschlußfassung entscheidet die einfache Stimmenmehrheit.
  6. Anträge über Satzungsänderungen können nur in einer darauffolgenden Sitzung mit Zweidrittelmehrheit abgestimmt werden.
  7. Diese Geschäftsordnung tritt am 1. Juli 1959 in Kraft.