21. Dezember

Ein Gott, der uns entgegenkommt

Da liebt uns ein Gott so sehr, dass er Mensch wird. Da macht sich ein starker, großer, allmächtiger Gott in einem Kind in der Krippe klein, schwach und ohnmächtig. Da lässt sich ein Gott auf uns Menschen so sehr ein, dass er selbst Mensch wird. Da liebt uns einer so sehr, dass er in unser Dunkel, in unser Leid, in unsere Traurigkeit, in unserer Begrenztheit hineinkommt. Da macht sich Gott in einem Kind klein, damit wir wenigstens in ihm etwas von der Größe dieses Gottes erahnen können, es vielleicht begreifen können.
Da ist ein Gott so groß und stark, dass er sich klein und schwach machen kann. Da ist ein Gott so voll Liebe, dass er sich ganz den Menschen gibt.
Gott kommt zur Welt.
Er wartet nicht darauf, dass die Welt, dass wir zu ihm kommen. Er kommt zu uns
Er bleibt nicht huldvoll lächelnd auf irgendeinem Thron sitzen, nein – er kommt uns entgegen.
Er wartet nicht darauf, dass wir uns auf den Weg zu ihm machen – er kommt uns entgegen.
Er kommt zu uns – weil es für uns manchmal so schwer ist, zu ihm zu gehen.

Weihnachten – das ist das Fest des entgegenkommenden Gottes. Das ist das Fest Gottes, das von seiner Liebe zu den Menschen erzählt. Und das ist das Fest der Menschen, die die Liebe dieses Gottes feiern.
Ein Gott, der uns entgegenkommt.
(Andrea Schwarz)

Britta Mühl