17. Dezember – 3. Advent

Das Gebet ändert nicht Gott, sondern den Betenden.

Soren Kierkegaard

Wie beten wir eigentlich?
Und warum tun wir das?

Oft wird Gott beinahe mit einem Dschinn verwechselt. Wir äußern unsere Wünsche und Vorstellungen, wie die Welt denn eigentlich laufen sollte, damit sie funktionieren kann. Nach solchen Auflistungen folgt das traditionelle Amen, das Gebet ist zu Ende. Jetzt liegt es an Gott unsere Anregungen in die Tat umzusetzen.
Doch so funktioniert das nicht.
Das Gebet gibt uns einen persönlichen Rahmen, in dem wir Gott näher treten können. Natürlich sind Bitten, Fragen und Wünsche ebenfalls Teil von all dem, doch zugleich sollte man dabei auch nachdenken und reflektieren. Mit dem Amen ist noch nichts beendet, denn will man Änderung in der Welt sehen, dann muss man dafür auch aktiv werden. Das Gebet inspiriert, motiviert und gibt sowohl Kraft als auch Hoffnung. Der Einfluss, den die Nähe zu Gott hat, kann und darf nicht unterschätzt werden.
Wir können dadurch verändert werden, wenn wir das nur auch zulassen.

Sarah Brustmann