20. Dezember

adv16_20Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein.
Jesaja 43,1

Auch die Geburtsgeschichte Jesu im Evangelium nach Matthäus endet mit einer Namensgebung. Und Josef gab ihm den Namen Jesus, heißt es dort.

In diesem kurzem Satz wird Josef der rechtliche Vater Jesu. Die Namensgebung war im Alten Israel Teil eines Adoptionsverfahren und somit auch Teil einer neuen Beziehung, zwischen Eltern und Kind.

Wenn nun Gott auch uns beim Namen ruft, ist dies nichts anderes als die Begründung einer wurzelhaften, unzerbrechlichen Beziehung. Dies ist ein bewusster, ein willentlicher Akt Gottes.

Ich habe dich bei deinem Namen gerufen, sind Urworte von Beziehung. Diese Beziehung ist nicht durch Leistung verdient und kann auch nicht durch Schuld verloren gehen.

Gott richtet dieses Worte durch den Propheten Jesaja erstmals an Israel, dass auch wir sie hören dürfen, dass auch wir uns angesprochen fühlen dürfen, verdanken wir dem Kind in der Krippe.

Und er gab ihm dem Namen Jesus.

Mira Ungewitter