17. Dezember

adv16_17Über die Adventszeit und das Weihnachtsfest gibt es wenig, was nicht ohnehin auf allen Kanälen gespielt, besprochen, kritisiert oder gemahnt wird. Jedes Jahr freue ich mich, genieße den Trubel, irgendwann wird es dann doch hektisch, die Familienstreitereien werfen ihre Schatten und mit den besten Freundinnen sollte auch noch ein Termin gefunden werden.
Viele Erwartungen an diese Zeit erfüllen sich, viele nicht. Wenn dann das Leben nicht durch seinen Anfang, sondern mit seinem Ende in den Alltag einbricht, fällt plötzlich jede Vorstellung einer friedlichen, besinnlichen, heiteren Zeit in sich zusammen. So wird die Geburt Jesu für mich zum radikalen Ereignis. Radikal deswegen, weil sein Leben, Wirken und Sterben uns zu unseren Wurzeln führt. Liebe, Gemeinschaft, Solidarität und Hoffnung sind seine Geschenke und sein Auftrag an uns. Edith Stein, Ordensschwester und Philosophin, hat in den dunklen Stunden den Stern von Bethlehem besonders leuchten sehen.
Nach diesem Stern sollen wir suchen.

Linda Kreuzer